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Forenübersicht » Pfadfinder - Forum » Bundes- und Stammesführung » Ehrenamtliche Arbeit = elitär

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33 Beiträge in diesem Thema (offen) Seiten (3): < zurück 1 (2) 3 weiter >
Autor
Beitrag
moggeCP ist offline moggeCP  
2771 Beiträge
moggeCP`s alternatives Ego
Ich hab jetzt eben mal quergelesen. Und will dann auch gleich mal meine Sicht der Dinge widergeben.
Im Wesentlichen deckt sich meine Auffassung mit der von upsala.

Wobei ich auch sage: Von "schwer erziehbaren Kindern" lasse ich die Finger.
Sicher: Es ist schön, wenn man es schafft, einen "Störenfried" gut in die Gruppe zu integrieren, so dass dieser den Umgang in einer sozialen Gruppe erlernt.
ABER: nicht um jeden Preis. In der Anfnangszeit meiner Sippe hatte ich so einen Bub - irgendwann (und nebenbei) rückte seine Mutter (alleinerziehend, die hatte ein schweres Los!) raus, er ginge auf eine Schule für schwer erziehbare Kinder - und der Direktor hatte mal angeregt, der Knabe sollte zu den Pfadfindern gehen.
Ich hab dann nach grauseligen Aktionen die Mutter gebeten, den Jungen aus der Sippe rauszunehmen. Dem ist sie auch nachgekommen und hatte Verständnis für meine Entscheidung.
Ansonsten wäre die Sippe wohl irgendwann zerbrochen.

Als Pfadfinderführer habe ich ein Stück weit also noch die Möglichkeit, mir die Leute rauszusuchen, mit denen ich zusammenarbeiten möchte. Klingt hart, ist es vielleicht auch. Aber ich bin schließlich nur Laienpädagoge, wenn überhaupt... Meine eigene Gesundheit und das Fortkommen der Sippe erscheint mir aus meinem Blickwinkel erfolgversprechender.

Mir ist auch aufgefallen, dass zu den Pfadfindern (meint: ist bei uns so^^) Kinder aus gut bürgerlichen, bildungsnahen, christlich geprägten Elternhäusern kommen. Klar, eine "andere Kategorie" Jugendliche waren auch schon mal bei der Sippenstunde, aber nur ein oder zwei mal, bis sie desinteressiert wegblieben. Auf meine Sipplinge, die jetzt schon über drei Jahre dabei sind, gilt allerdings der "Anforderungskatalog" Nummer eins. Ist nunmal eine Tatsache, kann ich nicht ändern. Interessant ist übrigens auch, dass 3 Jungens auf das Gymnasium gehen, zwei besuchen die Realschule, sind allerdings auch pfiffige Kerle und werden sicherlich nach der mittleren Reife auch ihr Abitur machen können. (Soweit ich das beurteilen kann als Sifü).



Erkenntnis nach einigen Jahren im PT: "Schuld haben grundsätzlich die anderen!" ;-)
Beitrag vom 15.10.2008 - 19:29
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tinuviel ist offline tinuviel  
376 Beiträge
tinuviel`s alternatives Ego
Also bei uns gibt es auch so gut wie keine Kinder aus "Bildungsfernem" Umkreis.
Aber das man ehrenamtliche Gruppenleiter als Elite bezeichnet finde ich angebracht, sie erlangen hierbei Fähigkeiten die angehende Führungskräfte zb später mühsam auf Teambuilding Seminaren usw lernen. Die Pfadfinderei macht uns zur Elite und das ist doch etwas tolles.
Ich denke das hat wenig mit der Herkunft der Kinder zu tun.
Die hohe Quote an Kindern aus gutem Hause liegt meiner Ansicht nach an dem uncoolen Ruf den die Pfadfinder haben.
Beitrag vom 16.10.2008 - 19:40
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Gast Fröschel  
RE:
Gast
Zitat
Original geschrieben von tinuviel

Die hohe Quote an Kindern aus gutem Hause liegt meiner Ansicht nach an dem uncoolen Ruf den die Pfadfinder haben.



Mag sein, aber ich hatte in meinem Stamm eine erkleckliche Anzahl von Kindern aus sog. "niederen Bildungsschichten". Das lag wohl auch daran, dass wir in einem Dorf tätig waren, wo es allzu viele Angebote eh nicht gab. Wären wir in einer Stadt ansässig gewesen, hätte das sicher nochmal anders ausgesehen.
Beitrag vom 16.10.2008 - 19:58
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tinuviel ist offline tinuviel  
376 Beiträge
tinuviel`s alternatives Ego
was meint du mit erkleckliche?
Beitrag vom 16.10.2008 - 21:45
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Gast Fröschel  
RE:
Gast
Zitat
Original geschrieben von tinuviel

was meint du mit erkleckliche?




Viele. Gut die Hälfte ungefähr. "erklecklich" ist ein altbackenes Wort, das soviel heisst wie "eine bedeutende Anzahl".
Beitrag vom 16.10.2008 - 21:55
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tinuviel ist offline tinuviel  
376 Beiträge
tinuviel`s alternatives Ego
klar auf dem dorf sind die alternativen kläglicher, aber vielleicht liegt es auch daran, dass man die kleine gruppe der jugendlichen in einem dorf eher davon überzeugen kann das die vorurteile gegenüber pfadfindern vielleicht nicht richtig sind. schon allein dadurch, dass sie eher mitkriegen, was man eigentlich so macht.
in der stadt kann man da niemanden überzeugen, es guckt ja auch keiner ein zweites mal hin...
Beitrag vom 20.10.2008 - 20:58
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der_mostl ist offline der_mostl  
RE:
302 Beiträge
der_mostl`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von tinuviel

klar auf dem dorf sind die alternativen kläglicher, aber vielleicht liegt es auch daran, dass man die kleine gruppe der jugendlichen in einem dorf eher davon überzeugen kann das die vorurteile gegenüber pfadfindern vielleicht nicht richtig sind. schon allein dadurch, dass sie eher mitkriegen, was man eigentlich so macht.
in der stadt kann man da niemanden überzeugen, es guckt ja auch keiner ein zweites mal hin...



vielleicht liegt es auch daran, dass im kaff die gemeinschaft noch ausgeprägter ist.
die hälfte meiner roverrunde seh ich noch nebenbei in der feuerwehr, bzw ihre väter, die wiederrum meinen in der singstunde des kolpings sehen usw.irre



Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.
Kurt Tucholsky


Beitrag vom 20.10.2008 - 21:18
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triton, FCP Hamburg ist offline triton, FCP Hamburg  
624 Beiträge
triton, FCP Hamburg`s alternatives Ego
Die Gemeinschaft ist meiner Meinung nach auf dem Dorf auch anders gestrickt.
Wir haben in der Stadt auch eine Freiwillige Feuerwehr.
Die haben aber was die Mitgliederzahlen angeht das gleiche Problem wie wir.

Es ist einfach nicht cool Pfadfinder zu sein.
In der Stadt mangelt es vor allem in der sozial schwächeren Schicht an Selbstbewusstsein.
Dadurch dass viele optisch schon auffallen (keine Markenkleidung etc.) wollen sie sich nicht noch mit dem Hobby bloß stellen.
Da wird lieber am Bahnhof oder bei Mäces abgegammelt als das man mit den Pfadis was erlebt.

Viele lassen das ja nicht mal an sich ran.
So wird erst wenn man Älter ist erkannt was man verpasst hat.

Ich treffe ab und zu noch mal welche aus meiner ersten Sippe.
Die sind jetzt Anfang 20.
Durch das gammeln mit vermeintlichen Freunden am Bahnhof etc. ist der Schulabschluss auch nicht so gut.
Schlechter oder gar kein Job. Kein Geld um was zu erleben.
Und dann komme ich mit meiner Gruppe vorbei, aus irgendeinem Sommerfahrtenziel...

Ist sind dann oft traurige Dialoge... gelangweilt

Aber erzähle das mal einem 11 jährigen.



Alle haben gesagt das geht nicht, dann kam einer, der hat es nicht gewusst,
und hat's gemacht...!
Beitrag vom 21.10.2008 - 09:15
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zille ist offline zille  
684 Beiträge
zille`s alternatives Ego
Servus,

ist ein interessantes Thema; deshalb möchte ich (leider nicht ganz) kurz meine Erfahrungen schildern.
In dem Trupp, in dem ich groß geworden bin, war das soziale Gefüge durchwachsen, ca. die Hälfte Gymnasiaten, später wurde dieser Anteil stärker, durch den Freunde-werben-Freunde-Effekt und weil meiner Erfahrung nach Lehrlinge in vielen Berufen zu wenig Freizeit haben (Handwerk, Küche, Hotel, Mechaniker etc.)
Einwandererkinder waren immer zahlreich vertreten, aber das ist in Frankfurt normal, ich kenne es nicht anders. Diesbezüglich mußte also keine "aktive" Integrationspolitik betrieben werden - allerdings war ein guter Teil in der Gruppe über die Gemeinde (Messdiener) zu den Pfadfindern gekommen, deshalb war das Elternhaus - wenn auch nicht wohlhabend-bürgerlich - meistens eins mit einer guten Sozialstruktur, mit Eltern, die sich um ihre Kinder gekümmert haben.

Meine andere Erfahrung ist die in einem Verband, in dem Hauptamliche arbeiten und wo ganz gezielt versucht wird, sozial Benachteiligte zu erreichen - das funktioniert teilweise sehr gut mit z.B. Abenteuerspielplatz in "problematischen" Stadtteilen inkl. aktiver Betreuung, gezieltes Förderprogramm für russische Aussiedlerkinder - von Hausaufgabenhilfe, Sprachunterricht bis zum Kinderzirkus- und ist in anderen Bereichen sehr schwierig- z.B. bei den subventionierten Jugendreisen - selbst mit sehr viel Aufwand erreicht man das Zielpublikum nur schwer. Aber die Erfahrung zeigt mir auch, daß man als Ehrenamtlicher dies nicht leisten kann.

Also nochmal kurz zurück zu der Pfadfinderei:
Kinder, die sich partout nicht "kontrollieren" lassen, muss ein verantwortungsvoller Leiter aus der Gruppe nehmen. Wie moggeCPD richtig schreibt, wir sind nur Laienpädagogen und müssen vorallem die Gruppe als Ganzes im Auge haben. Grade wenn man auf Fahrt gehen will, vielleicht auch mal in Burgruinen übernachtet, Geländespiele macht, die Kinder selbstständig Holz schlagen läßt, hat man die Verantwortung und das geht nicht mit Kindern, deren Verhalten ständige Aufsicht verlangt. Das finden viele ganz schrecklich ("Du schmeißt Kinder aus der Gruppe raus?"), aber "noch mehr" verantwortungslos wäre es, den Großteil der eigenen Möglichkeiten auf einzelne Problemkinder zu fokussieren - darunter leiden alle anderen und evtl. zerbricht die ganze Gruppe.

Eine ähnliche Diskussion habe ich mit einem befreundeten Gruppenleiter, die auch körperlich und geistig Behinderte (ich hoffe, es gibt jetzt keine Aufschrei, weil das Wort diskriminierend sei) in ihrer Gruppe haben und auch auf Großfahrten mitnehmen - ich bewundere das, aber selbst könnte ich das nicht - das traue ich mir nicht zu und die Verantwortung für ein Dutzend Kinder im Flegelalter ist bereits groß genug.

Fazit: Wenn elitär bedeutet, daß man "nur" mit Kindern arbeitet, die schon gruppenfähig sind - stell ich mir die Frage, wie man sich die Alternative vorzustellen hat - Gruppenarbeit mit einem Dutzend Kindern, die nicht gruppenfähig sind?





"Es ist lustvoll, so für sich hin im Stil der Jugendbewegung - ich würde fast sagen - zu latschen.
Und es ist widerwärtig, im Gleichschritt zu marschieren" -- Walter Jens
Beitrag vom 21.10.2008 - 11:00
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Gast HEINO  
Gast
Wenn ich die Mitdiskutanten richtig verstanden habe, dann ist den meisten bewusst, dass sie mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit nur einen Ausschnitt aus der Gesellschaft mitnehmen bzw. erreichen können. Das stützt dann die Ausgangsaussage von swobl, dass die herkömliche ehrenamtliche Pfadfinderarbeit insofern elitär ist. Weitergedacht müsste dann wirklich hauptamtlich gearbeitet werden, damit zumindest der Versuch gemacht werden kann, weitere Schichten mit der Pfadfindermethode zu erreichen - wenn man denn das Ziel hat.

Insofern - und das spinne ich jetzt mal weiter - könnte Pfadfinderarbeit nur gesellschaftliche Missstände relativieren, wenn sie hauptamtlich betrieben würde. Denn die Mittelschicht, bei der aussagegemäß ehrenamtliche Pfadfinderarbeit betrieben wird, wird durch Pfadfinderarbeit ja sicherlich nicht dadurch in irgendeiner Weise anders gestellt. Oder anders ausgedrückt: Wohlbehütete Mittelstandskinder, die wohlbehütete Eltern haben, werden durch wohlbehütete und ehrenamtliche Pfadfinderarbeit weder die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern wollen noch ein besonderes Gespühr für Ober- oder Unterschicht bekommen. Ist das so?
Beitrag vom 24.10.2008 - 14:48
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der_mostl ist offline der_mostl  
302 Beiträge
der_mostl`s alternatives Ego
ich denke die pfadfinderarbeit war um 1907 genauso „elitär“ wie heute. viele jugendliche aus den unteren schichten hatten damals nicht die möglichkeit einer pfadfindergruppe beizutreten, allerdings aus anderen gründen wie heute.
heute gibt’s es genug gruppen, die finanziellen möglichkeiten und genug freizeit um bei den pfadfindern mitzumachen.
dennoch kommen gerade jugendliche aus den unteren schichten nicht zu den pfadfindern. meistens bekommen sie so etwas von den eltern mit, die sich erfahrungsgemäß kaum am gesellschaftlichen leben beteiligen.
@heino: was ist deine vorstellung von hauptamtlicher pfadfinderarbeit? schulunterricht etc?




Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.
Kurt Tucholsky


Beitrag vom 24.10.2008 - 17:33
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HathiCP ist offline HathiCP  
Moderator
3846 Beiträge
Mir zeigt die Erfahrung, daß gerade die die es nötig hätten Sozialkompetenz (für bodenständige Wandervögel haißt das Kameradschaft) einzuüben, meist die sind die sich am schnellsten verabschieden und sich auf nichts einlassen.
"Teilen ist doof; Wander ist anstrengend; Heute ist Wii spielen wichtiger als Gruppentreff; Kann mir keinen Rucksack leisten - denn ich habe die neuesten Nike-Sneakers für EUR 180.- bekommen; Die Wochenendfahrt mit EUR 11.- ist sowieso zu teuer, da geh ich lieber mit meinen Kumpels Döner essen und was trinken......" sinngemäße Äußerungen von 11/12jährigen die nach ca. 6 Monaten nicht mehr zum Gruppentreff kamen. Da bin ich als Ehrenamtlicher echt ratlos.....



Mir roichts, dass i woiß, dass i kennt, wenn i wed!
Beitrag vom 24.10.2008 - 18:09
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navi ist offline navi  
303 Beiträge
navi`s alternatives Ego
Kinder, die auf der Straße gammeln und keine Perspektive haben - genau deswegen habe ich nach 7 Jahren wieder mit der Pfadfinderei "angefangen".
Ich (19, Abiturientin) wollte nicht mehr zusehen und rummeckern, wie mies das Angebot für Jugendliche/Kinder in dieser kaffigen Kleinstadt ist. Ich wollte selbst aktiv werden.

Mit mittlerweile 60 Mitgliedern innerhalb von 2 Jahren ist mir das schon ganz gut gelungen. Die Leiter sidn größtenteils auf der Realschule, einige auch auf dem Gymnasium. Bei den Älteren (die ja alle neu eingestiegen sind und nie Wölfling waren) sieht man diese "elitäre" Struktur schon, aber bei den Jüngeren, die ja irgendwann den Stamm übernehmen werden sehen wir sehr sehr viele Kinder, die aus sozial schwächeren Familien kommen.

Und es ist Wahnsinn, sie bei den Pfadfindern aufblühen zu sehen.

Auf dem PfiLa:
WÖ: "Wir sind hier eine große Familie, oder?"
L: "Joah, so ähnlich."
WÖ: "Das finde ich toll - zu Hause hab ich nur Mama."

Sie entdecken und entwickeln Fähigkeiten, die sie zu Hause niemals mitbekommen würden.

Bei uns ist die Eingangsidee total eingeschlagen - es funktioniert.

Im VCP-SH allerdings haben wir auch schon ähnliches beobachten können - wer im Land arbeitet und aktiv ist, der geht/ging entweder aufs Gymnasium oder "zumindest" auf die Realschule.

Woran liegt's?

Vielleicht an dem Umfeld, wie schon gesagt. Vielleicht schicken Eltern ihre Kinder mit gutem Gewissen zu den PFadfindern, weil sie wissen, dass ihre Kinder dort gefördert werden und eine Menge lernen und auf Lagern gute Erfahrungen sammeln.
Sozialschwächere Familien denken da wahrscheinlich überhaupt nicht drüber nach.



http://www.likedeeler.vcp-sh.de

Pfeif auf die Regeln und probier's aus!
(Baden-Powell)
Beitrag vom 24.10.2008 - 19:50
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Schmerle ist offline Schmerle  
RE: auslese
286 Beiträge
Schmerle`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von Malte_B

elite bedeutet auslese.
(...)

im vergleich zu professionelleren angeboten für jugendliche sind diese bei den pfadfindern oder bündischen in sehr viel stärkerem maße persönlich gefordert. es gilt, alle möglichen dinge zu lernen: kohten aufbauen, selber kochen, holz machen, lieder auswendig können etc.. wer an lernen keinen spaß hat, der merkt schnell, dass er fehl am platz ist (weibliche form mitgedacht).

(...)diese form der freizeitbeschäftigung setzt ein gewisses gespür voraus, dass vermutlich eher in bürgerlichen haushalten vermittelt wird. für kinder, deren nintendo-konsum nicht kontrolliert wird, setzt da meist sehr viel schneller nervosität wegen der allgemeinen stille ein.

(Fett von mir)

Dem ersten Teil kann ich zustimmen, "wir" sind nicht wirklich professionell, jedenfalls nicht im pädagogischen Sinne ( oder Fröschel?).
Dadurch, dass wir durch die "Auslese" eine Elite heranzüchten kann man aber durchaus behaupten, dass wir - innerhalb unserer Grenze, dem EHRENamtlichen ( im Stamm/vor Ort) - elitär sind.

Was den "Nintendokonsum" (oder generell Videospiele) betrifft, muss ich sagen, dass das ein Vorurteil ist, bestimmt mit einem wahren Kern, aber ich kann von mir selber - als Pc-Spiele-Spieler - behaupten, dass ich die stillen Momente auf Fahrt durchaus zu schätzen weiß, sei es des morgens, wenn man "geschäftlich" Schlafsack und Kohte verlässt , oder abends beim Feuerholz suchen einmal inne hält und die Natur um sich herum auf sich einwirken lässt. oder beim Nachtgeländespiel , versteckt unter einem Busch verharrt und ringsum alles still ist!!





Welch´Geschöpf ist doch der Mensch,
Ihm ist nichts gut und schlecht von selbst,
er muss es sich so denken,
Und niemals scheint mir,
ist gefährlicher des Menschen ganze Art,
Als wenn er ohne jeden noch so kleinen Zweifel wähnt, er habe Recht.

Der Stamm: www.stammwelfen.de



Beitrag vom 25.10.2008 - 13:25
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navi ist offline navi  
303 Beiträge
navi`s alternatives Ego
@Schmerle:

Ich denke nicht, dass das ein bloßes Vorurteil ist. DU hast dich von deinem PC gelöst, um auf Fahrt zu gehen oder Lager mitzuerleben. Wie viele Kinder kommen aber von der Playstation nicht los, weil sie überhaupt keine Ahnung haben, was ein Real Life überhaupt noch ist?! Die kommen nach Hause, ab an den PC/Nintendo/wasauchimmer und das war's. Ihre "Freunde" haben sie im TS/ICQ/... und deren Eltern sind froh, dass ihre Kinder die Klappe halten und beschäftigt sind. Und um diese Leute geht's.
Nicht um dich als PC-Zocker, der trotzdem noch ein Leben hat (und davon geh ich jetzt mal aus) - sondern um Jugendliche, die nur vor dem PC hängen, das für ihre Realität halten und als Abwechslung (wenn überhaupt) mit ihren Freunden am Bahnhof gammeln, Drogen konsumieren und Einrichtungen beschädigen und nicht wissen, was sie mit sich anfangen sollen. Und solche Leute gibt es zu Hauf.

Ich denke, hier hat niemand etwas gegen Gamer oder Viel-Surfer, solange sie noch andere Hobbys haben...



http://www.likedeeler.vcp-sh.de

Pfeif auf die Regeln und probier's aus!
(Baden-Powell)
Beitrag vom 25.10.2008 - 15:25
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Baumstruktur - Signaturen verstecken
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