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| Alltagschallanges zu den Pfadfinderregeln |
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Moin Leute,
um meiner unmotivierten Jungsippe die Pfadfinderregeln näher zubringen möchte ich ihnen Alltagschallenges stellen die sie Filmen können und dann bei Instagram hochladen dürfen (als Motivation).
Aber ich bin etwas Ideenlos was man da machen könnte. Habt ihr vielleicht Ideen?
Wir sind vom BdP
die regeln sind also
Ich will hilfsbereit und rücksichtsvoll sein
Ich will den Anderen achten
Ich will zur Freundschaft aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder beitragen
Ich will aufrichtig und zuverlässig sein
Ich will kritisch sein und Verantwortung übernehmen
Ich will Schwierigkeiten nicht ausweichen
Ich will die Natur kennen lernen und helfen sie zu erhalten
Ich will mich beherrschen
Ich will dem Frieden dienen und mich für die Gemeinschaft einsetzen, in der ich lebe
Danke im voraus, Gut Pfad und Allzeit bereit
Corny
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| Beitrag vom 19.02.2026 - 14:25 |
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| RE: Alltagschallanges zu den Pfadfinderregeln |
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Hallo corny,
du schreibst von einer unmotivierten Sippe, der du die Regeln näherbringen möchtest. Was genau meinst du mit "unmotiviert" ? Sind die ganz allgemein wenig an dem Gruppenbetrieb interessiert und provozieren durch Boykott deine Bemühungen ein spannendes und vielseitiges Gruppenleben zu erzeugen ?
Wenn dem so ist, gäbe es für mich persönlich nur zwei Möglichkeiten.
In der ersten Variante kann man versuchen die Motivation durch ein eher praxisorientiertes Angebot zu steigern. Ich meine da vor allem Fahrt und Lager.
Besonders die Fahrt ist eine gute Möglichkeiten um einige Kernaussagen der Regeln erfahrbar zu machen, ohne mit einem "hölzernen" theoretischen Ansatz direkt die Regeln zu benennen.
Plant eine Frühlingsfahrt.
Teilt die Aufgaben auf.
Zwei Sipplinge sind für die Verpflegung zuständig. Zwei weitere suchen das passende Material zusammen. Und so weiter...
So wäre der Anspruch "Verantwortung zu übernehmen" direkt greifbar.
Eine Fahrt kann nur dann gelingen, wenn Rücksicht auf die Schwächsten genommen wird. Benutze die Fahrt als praktisches "Labor" für die Wertevermittlung.
Wenn die Sippe noch nicht so oft oder noch gar nicht auf Fahrt war, dann steuer das Unternehmen vielleicht in Form eines Hayks.
Lege die Strecke fest. Stelle Aufgaben, die du in leicht verschlüsselter Form stellst.
Forciere Teamgeist und Abenteuer.
Wenn sie das alles gemeistert haben, steigere die Aktionen. Am Ende könnte eine Großfahrt stehen, die nur dann richtig gut wird, wenn deine Sippe den Wert von Regeln (ohne sie nenne zu müssen) begriffen hat.
Das wäre der Praxistest. Wenn das klappt, kannst du dich auch eher theoretisch an die Regeln wagen.
Springt kein Funken über und niemand hat Bock auf Pfadfinden....löse die Sippe auf und fang noch einmal von Vorne an.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Pitt am 21.02.2026 - 09:16.
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| Beitrag vom 21.02.2026 - 09:12 |
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Pitt meine Gedanken waren auch sofort so ähnlich. Wir haben über die Regeln gesprochen aber für mich war es wichtiger sie vorzuleben. Gemeinsame Aktionen machen um die Vorteile der Regeln zu erleben. Ein Beispiel wäre eine Segeltörn. Dabei muß man zusammen halten und gegenseitig Rücksicht nehmen.
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| Pfadfinder sind immer gut drauf und nett zueinander. |
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| Beitrag vom 22.02.2026 - 16:52 |
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Moin corny,
nimm Deine Mädels in Ihrer Persönlichkeit für vollwertig. Sie sollen sich die Frage stellen, warum sie anwesend sind und ob es einen oder mehrere eigene Gründe haben, warum sie dabei sind. Wenn Du digitale Medien nutzen möchtest, könntest Du ein gegenseitiges Audio- oder Videointerview (klär das mit den Eltern ab und besser auf Deinem Gerät) vorschlagen. Entweder in Zweiergruppen oder vielleicht gibt es auch einen „Reportertypus“ dabei. So könnten sie für sich klären, was sie sich vorstellen, ob es ihr Wunsch ist dabei zu sein, um eine Gemeinschaft zu werden oder wohin ihre Wünsche gehen. Damit können sie ihre Bedürfnisse sich selbst und den anderen gegenüber artikulieren. Das könnte eine gute Basis sein, um von dort aus Euer weiteres Agieren zu bestimmen.
Viel Erfolg
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von fahrwind am 01.03.2026 - 20:44.
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| Beitrag vom 25.02.2026 - 09:46 |
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Moin,
erstmal danke schonmal für die Ideen.
Es Handelt sich um eine Jungpfadfindersippe, bestehend aus 4 Mädchen im alter zwischen 11 und 13.
Mein Problem ist eben das sie vor allem in den Gruppenstunden sehr uninteressiert sind und am liebsten immer nur auf ihr Handy starren wollen, oft sind sie auch einfach nur frech und respektlos.
Sie scheinen die Prinzipien der Regeln grundlegen nicht zu verstehen bzw. nicht verstehen zu wollen.
Wir sind leider als Stamm auch nicht großgenug um viele Lager zumachen und ob die dann geschlossen mitkommen ist auch immer eher unwahrscheinlich.
Mir ging es bei der Idee Challenges zustellen die sie dann außerhalb der Gruppenstunden alleine oder im Sippenverbund lösen können darum ihnen die Regeln näher zubringen in einem Format in ihrer "Wohlfühlzone" (eben das Filmen und online Stellen (vorausgesetzt die Eltern erlauben es und die Kinder wollen es)). Zusätzlich könnten solche social Media Beiträge grundsätzlich unsere Bekanntheit wieder erhöhen und neue Mitglieder anlocken.
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| Beitrag vom 25.02.2026 - 13:24 |
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Ein Gedanke, der mir beim Lesen kommt:
Vorsicht mit dem "außerhalb der Gruppenstunde"!
Wenn die Mädchen schon jetzt nicht interessiert sind, aktiv an den Gruppenstunden teilzunehmen, könnten "Hausaufgaben" bei Schülerinnen nicht gerade besonders förderlich sein.
Meiner Meinung nach wäre es besser, erstmal ein Gespräch anzusetzen um zu klären, was die Mädchen sich an Themen vorstellen und vor allem um ihnen klar zu machen, dass Pfadfinder:
- kein wetterunabhängiger, geheizter Raum sind um sich dem Einfluss der Eltern zu entziehen um am Handy zu daddeln
- elektronische Geräte bei Aktivitäten der Pfadfinder verboten sind (Ausnahme: ggf. das (stummgeschaltete!) Handy der Gruppenleitung für Notrufe)
- Pfadfinder leben vom Mit- und vor allem SELBSTmachen, es ist keine gebuchte Animationsveranstaltung einer kommerzellen Freizeitfirma
Sind die vier Mädchen denn die einzige Gruppe im Stamm? Gibt es eine Sippe mit 14-16-jährigen? Dann könnte man ggf. "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen" und die älteren leben den 11-13-jährigen ihre Begeisterung von und können gleichzeitig ihre "Praxisphase" zur Gruppenleiterausbildung machen.
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| Beitrag vom 26.02.2026 - 12:43 |
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Administrator 425 Beiträge
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Zitat Original geschrieben von corny
Wir sind leider als Stamm auch nicht großgenug um viele Lager zumachen und ob die dann geschlossen mitkommen ist auch immer eher unwahrscheinlich.
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Habt ihr denn andere Stämme in der Umgebung, ggf. auch aus anderen Bünden? Wenn einzelne Stämme zu schwach sind, würde es sich ja anbieten, gemeinsame Aktionen zu machen. Dann sieht man auch bisschen über den eigenen Tellerrand und bekommt Inspiration, wie Pfadfinderarbeit noch aussehen könnte. Und es ist nicht schlimm, wenn aus einer Gruppe nicht alle mitkommen, weil dann trotzdem genug Leute für ein gutes Gruppenerlebnis da sind.
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| Oggi Oggi Oggi - Hoi Hoi Hoi ! |
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| Beitrag vom 26.02.2026 - 23:01 |
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A) Motivierter Leiter.
B) Nicht motiviere Kinder.
C) Handys.
A finde ich persönlich einfach super. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch Leiter und dann noch einen motivierten ist schon ganz gut.
B die Kinder zu motivieren geht nur über ein Gespräch (kaum zu glauben aber möglich).
C B kaum möglich solange C im Spiel ist.
Mein Komentar ist: Als in dem Stamm, denn ich mitgegründet habe, den Leiter auf einmal wichtig war mit Handy rumzulaufen und für mich war es an der Zeit gekommen aufzuhören. Mit Handys am Lagerfeuer zu sitzen und Nachrichten zu schreiben, dabei sich nicht mit den Kindern in einen guten Kontakt zu kommen, ist für mich ein Unding. Meine Kinder (34J, 35J und 37 Jahre alt) fingen beim Weihnachtenessen mit dem Handy an zu schreiben. Ich habe es ihnen ausgeredet ansonsten wäre eine gute Kommunikation nicht möglich.
In meinem jetzigen Stamm sind Handys nicht erlaub. Es funktioniert!
Jetz zurück zu Deinem Anliegen: Zitat : Um meiner unmotivierten Jungsippe die Pfadfinderregeln näher zu bringen möchte ich ihnen Alltagschallenges stellen die sie Filmen können und dann bei Instagram hochladen dürfen (als Motivation).
Ja somit würden Sie ihr Handy für was Sinnvolles nutzen. Aber trotzdem schwirig. Wie sieht es mit Interviewe anderer Pfadfindergruppen aus? So können sie sehen wie es in einer Gruppe laufen sollte. Aber erstmal ohne Kamera.
Ich würde aber trotzdem zu einem Projekt tendieren und in diesem die Werte einbauen / vermitteln.
Ich wiederhole mich weil es wichtig ist ohne Handys in der Gruppenstunden.
PS.: Ich würde ja gerne mal bei Euch vorbeischauen um zu helfen aber Moin vermittelt mir dass Euer Stamm im Norden ist und somit schöne Grüße aus Dortmund. Aber lass hier noch mal höhren wie es läuft. Bei uns läuft es auch nicht rund aber wir machen das Beste daraus.
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| Pfadfinder sind immer gut drauf und nett zueinander. |
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zuletzt von Matta am 01.03.2026 - 09:32.
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| Beitrag vom 01.03.2026 - 09:30 |
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Zitat Original geschrieben von Micha31535
Ein Gedanke, der mir beim Lesen kommt:
Vorsicht mit dem "außerhalb der Gruppenstunde"!
Wenn die Mädchen schon jetzt nicht interessiert sind, aktiv an den Gruppenstunden teilzunehmen, könnten "Hausaufgaben" bei Schülerinnen nicht gerade besonders förderlich sein.
Meiner Meinung nach wäre es besser, erstmal ein Gespräch anzusetzen um zu klären, was die Mädchen sich an Themen vorstellen und vor allem um ihnen klar zu machen, dass Pfadfinder:
- kein wetterunabhängiger, geheizter Raum sind um sich dem Einfluss der Eltern zu entziehen um am Handy zu daddeln
- elektronische Geräte bei Aktivitäten der Pfadfinder verboten sind (Ausnahme: ggf. das (stummgeschaltete!) Handy der Gruppenleitung für Notrufe)
- Pfadfinder leben vom Mit- und vor allem SELBSTmachen, es ist keine gebuchte Animationsveranstaltung einer kommerzellen Freizeitfirma
Sind die vier Mädchen denn die einzige Gruppe im Stamm? Gibt es eine Sippe mit 14-16-jährigen? Dann könnte man ggf. "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen" und die älteren leben den 11-13-jährigen ihre Begeisterung von und können gleichzeitig ihre "Praxisphase" zur Gruppenleiterausbildung machen. |
Leider ist dieser Sippe die älteste Sippe die wir haben, wir haben noch eine Sippe aus zwei 11 jährigen Jungs, die nächst älteren sind die Gruppenleiter (16 und 18), die beiden sind aber eher unmotiviert bzw. die Mädels respektieren sie nicht, mit dem 18jährigen verstehen sie sich gar nicht, weshalb er die Jungs Sippe macht. Ich selbst kümmere mich eig. um die Meute.
Ja Hausaufgaben sollen es auch nicht sein, eher eine Herausforderung, Pfadfinder sein ist ja eig. eine Lebenseinstellung und hört nicht auf nach den gruppenstunden/lagern, und ich hatte das gefühl das die Augen von zumindest einem oder zwei der Mädchen ein wenig angefangen haben als ich sagte ich geben ihnen Challenges die sie hochladen dürfen.
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| Beitrag vom 02.03.2026 - 14:30 |
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