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Kohlenmonoxid entsteht bei unvollständiger Verbrennung des Kohlenstoffs. Nämlich, wenn nicht genug Sauerstoff zur vollständigen Oxidation vorhanden ist. Das geschieht in der geschlossenen Garage ganz schnell.
In Kohten und Jurten ist eigentlich genug Durchzug vorhanden. Die entstehenden Verbrennungsgase sollten aufgrund ihrer Temperatur aufsteigen und abziehen; Frischluft kommt von unten nach; normalerweise sorgt man ganz automatisch für genug Bodenfreiheit der Planen.
Mein ungeliebtes Chemiebuch aus dem Studium hervorgeholt (Christen, Hans Rudolf: Chemie, 10. Aufl. 1976): "0,5 l/m³ wirken bereits nach kurzer Zeit tödlich." Dabei sagt er nicht, ob es dabei um den CO-Gehalt der Atemluft oder den Anteil gegenüber den 20 % Sauerstoff darin geht. Und außerdem schreibt er was vom Boudouard-Gleichgewicht zwischen C, CO und C02 und dessen Temperaturabhängigkeit.
Da wird's dann erst interessant: Bei niedrigen Temperaturen (450 °C) oxidiert der Kohlenstoff das CO zu CO2. Bei hohen Temperaturen (950 °C) reduziert er umgekehrt das CO2 und sorgt für mehr CO in den Abgasen. (Ein Grill oder ein Lagerfeuer, das in Rotglut glimmt, hat Temperaturen von 900 bis 1000 °C.)
Sprich: Wenn es nur glimmt, entsteht viel CO2, aber wenig Zug, der es abführt! Darum: In der Kohte lieber gelbe Flamme als Schwelbrand.
Ich weiß nicht, ob meine mit zunehmendem Alter immer größere Empfindlichkeit gegenüber Kohtenfeuern mit dem CO zusammenhängt oder mit dem Rauch: Zugequollene Nase in der Singerunde und Kopfschmerzen am nächsten Morgen sind bei mir heute Standard-Begleiterscheinungen.
Gut Pfad
mike
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von M. Hammer-Kruse am 31.12.2015 - 17:40.
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| Beitrag vom 31.12.2015 - 17:38 |
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