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Hashomer Hatzair Österreich

Österreich
Dachverband Hashomer Hatzair
 
Zitat

Haschomer Hazair Österreich

HaShomer Hatzair (hebr.: der Junge Wächter) ist eine weltliche Zionist-sozialistische Jugendbewegung, gegründet in Europa 1913. Es ist die älteste Jugendbewegung die z.Z., in Israel aktiv ist. Wichtige Kapitel der Geschichte der Bewegung sind Meilensteine in der zionistischen Geschichte wie die Immigration von Tausenden von ihren Mitgliederen nach Israel während des 2. Weltkrieges, der Führung der Aufstände gegen das Nazi Regime in den Warschauer und Vilnaer Gettos, die Kreation eines einzigartigen pädagogischen Systems, das auf dem "Jugend Gesellschaft" Konzept basiert, dessen Absolvent Schlüsselrollen in der Wirtschaft, in der Kultur, in der Verteidigung und in den Politiken Israels übernehmen, bis hinzu heutigen Kämpfe für Sozialgerechtigkeit, Gleichheit, Absorption von Immigranten und Frieden. Die Bewegung läßt die einzigartigen Projekte laufen, die Gleichheit zwischen den unterschiedlichen Sektoren in unserer Gesellschaft fördern, verursacht Freundschaft und Koexistenz zwischen Juden und Arabern in Israel und ist bemüht ein Ende des Konfliktes zwischen Israel und seine palästinensischen Nachbarn zu setzen. Wesentlich ist an der demokratische Bewegung "HaShomer HaTzair", dass sie von den Jugendlichen selbst geführt wird, sie koordinieren alle Tätigkeiten und treffen alle Hauptentscheidungen.
Entnommen von: http://www.jugendvertretung.at/content/site/dialogbuero/mgos/hhoe/ARTICLE/236.html




Haschomer Hazair Österreich ist Mitglied der BJV, in dem auch PPÖ,ÖPB so wie viele andere Jugendorganisationen Österreichs Mitglied sind.

Zitat
Von 1913 bis zum Zweiten Weltkrieg

In Wien wurde eine Idee geboren

„Haschomer Hatzair“ hat seine Wurzeln in zwei Jugendbewegungen, die vor dem Ersten Weltkrieg in Galizien entstanden, das damals zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie gehörte: Ze'irei Zion (die Jugend Zions) und HaShomer (der Wächter).
HaShomer war eine Pfadfinderbewegung, Ze'irei Zion dagegen betonte kulturelle Aktivitäten. Die Mitglieder waren Studenten, in Zirkel aufgeteilt, die sich mit Hebräischunterricht, Geschichte des jüdischen Volkes, Palästinographia (Geographie Palästinas), Chassidut (Jüdischen Geschichten) oder den Sipurei Peretz, den Erzählungen Jitzchak Leib Peretz' beschäftigten. Sie waren eher "Jeschiwe Bocher" (Studenten einer Jeschiwa), die saßen und studierten.
HaShomer dagegen verbrachte seine Zeit im Freien, bei Sport, Lagerfeuern und Pfadfinderspielen, die auf der britischen Scoutbewegung basierten.
Ze'irei Zion konzentrierte seine Doktrin auf jüdische Studien und der Schwerpunkt des HaShomer lag auf technischen Fertigkeiten. HaShomer hatte auch eine Art Uniform, bestehend aus einem "Rangerhut" und zwei militärischen Streifen vorne auf der Jacke. Noch gab es keine zionistischen Traditionen.
Mit dem Ersten Weltkrieg kam eine große Anzahl jüdischer Flüchtlinge aus Osteuropa und Rußland nach Wien.
Obwohl versucht werden musste, die materiellen Bedürfnisse zu befriedigen, gab es auch Raum für die spirituellen Nöte der Jugend.
Daher wurde in Wien die Idee geboren, die beiden Bewegungen einander näher zu bringen.
Im Mai 1915 gründete David Cohen von Ze'irei Zion innerhalb seiner Bewegung eine kleine Shomergruppe.
1916 begannen Gespräche zwischen David Cohen und Ing. Speiser, dem damaligen Führer des Shomer. Nach langen Diskussionen kam es zu einem Abkommen, das beiden Seiten diente. Die beiden Jugendbewegungen vereinigten sich zu einer Organisation, die zuerst "Shomrim Ze'irei Zion" genannt wurde. Der Name "Haschomer Hatzair" wurde 1919 bei einer Konferenz in Lodz angenommen.

Ein spontanes Phänomen mit bescheidenen Anfängen

Das Wiener Ken dominierte während der Kriegsjahre und war ein Zentrum für jüdische Flüchtlinge aus dem Osten. Die meisten Shomrim in Wien besuchten polnisch orientierte Gymnasien, sprachen polnisch und hielten auch ihre Aktivitäten in dieser Sprache. Sogar im Krieg hörte Galizien niemals auf, das "Hinterland" des Wiener Kens zu sein. Einige neue Kenim wurden dort von zurückkehrenden Shomrim gegründet.
Das Wiener Ken war eine Quelle der westlichen Einflüsse, der jüdischen wie der nichtjüdischen, die sich viele Jahre lang in der Bewegung hielten. Die Shomerim trafen auf die Jugendlichen von "Blau-Weiss" und waren von ihrer Freiheit und Natürlichkeit beeindruckt, zögerten jedoch, was das jüdisch-zionistische Image betraf.
Der Kreis um den Psychoanalytiker Siegfried Bernfeld, der die Zeitschrift "Jerubaal" herausgab, beeinflusste die Shomerim. 1917 und 1918 nahmen sie an Jugendkonferenzen teil, die auf Bernfelds Initiative einberufen wurden. Bernfeld wies sie auf Gustav Wynecken hin, dem Führer des deutschen "Wandervogels". Auch Martin Buber und die Gruppe um seine Zeitschrift "Der Jude" beeinflussten die Shomerim. Vom Wiener Ken aus verbreiteten sich die westlichen Ideen nach Galizien, wo sie auf eine starke Opposition trafen. Es ist kein Zufall, daß die erste Publikation der Bewegung - "HaMadrich" - in Wien erschien. Hier erblickte auch die erste Zeitung der vereinten Bewegung, "HaShomer", das Licht der Welt.
Ebenso wichtig war die Bildung einer Führerschaft, einer Gruppe, die den Wünschen der Jugend dieser Epoche Ausdruck gab und die gleichzeitig diese Jugend erzog. Die Mitglieder der Manhigut waren Intellektuelle, enthusiastisch, ernsthaft und talentiert. Sie besassen starkes Charisma und Sinn für Organisation. Als die jüdische Gesellschaft im Ersten Weltkrieg in ihren Grundfesten erschüttert war, formulierten diese jungen Menschen eine Weltanschauung für die Jugend, die den speziellen Nöten dieser Generation entgegen kam. Sie erzogen ihre Schützlinge, sangen und wanderten mit ihnen. Sie schufen für sie die Freuden der Kindheit und Jugend, zu einer Zeit, als ringsum alles zusammenbrach.
Eine jüdische nationale Existenz war unsicher, ebenso wie die eigenen beruflichen und gesellschaftlichen Erwartungen. Die Antwort dieser Jugend war, daß sie den Sinn für ihre große Mission, die Selbstverwirklichung und die tiefere Bedeutung des Lebens stärkten.
Alle ihre Aktivitäten wurden mit den bescheidensten Mitteln realisiert, sie zeigten ihre Initiative durch die Gründung von Vereinigungen und Organisationen, die sie fast aus dem Nichts schufen.
1918 gab es in Galizien und Wien zusammen an die 3.000 Shomerim. Gemessen an der jüdischen Schuljugend waren sie eine Minderheit, Ausnahmen, wie jede Minorität, die einem Ruf folgt und soziale Änderungen fühlt.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges im November 1918 kehrten die meisten Bogrim (=Erwachsener, Bezeichnung für die älteren Mitglieder; meist ab 18 Jahren) aus Wien nach Galizien zurück. Angehörige der Ken-Führung gingen nach Palästina. Das Wiener Ken schien zu verlöschen.
Aber eine neue Generation Studenten kam aus Galizien und der Bukowina. Sie organisierten sich von Neuem und fanden ein neues Ken zuerst in der Unteren Augartenstraße und später in der Taborstraße.
Wien wurde für viele osteuropäische Juden eine Station auf ihrer Reise in westeuropäische Länder oder nach Eretz Israel. Wien war nun nicht mehr die Hauptstadt eines großen Reiches, sondern des winzigen Restes, der österreichisch geblieben war. Es herrschten Hungersnot, Armut und Inflation in dieser kleinen neuen Republik. Die sozialistische Partei gewann in Wien immer mehr an Einfluß. Auch die jüdische Jugend nahm an den Ereignissen Anteil und trat den verschiedenen sozialistischen Organisationen bei.
Unter diesen Bedingungen begannen die Studenten aus der Bukowina mit dem Neuaufbau des Wiener Kens.
Langsam wuchs das Ken und bald wurden wieder erzieherische Aktivitäten im Sinn des „Haschomer Hatzair“ ausgeführt: Hebräisch, Sichot (=Vorträge), Lieder und Tänze, Ausflüge und Machanot (=1-2 wöchiges Lager), verschiedene Berufskurse und "schomerische Prüfungen".
Im August 1925 fand in Wien der 14. Zionistische Kongress statt. Die Nationalsozialisten, deren Aufstieg in Österreich bereits in diesen Jahren begann, wandten sich öffentlich gegen die jüdische "Vorherrschaft" in Wien und versuchten, den Kongress mit Gewalt zu verhindern. Diese Ereignisse waren für das Wiener Ken eine große Herausforderung, und „Haschomer Hatzair“ stellte sich ihr gemeinsam mit anderen jüdischen Jugendbewegungen in vorderster Front.

Von den ungefähr 200.000 Juden in Österreich, lebten 170.000 in Wien, die meisten davon im zweiten Wiener Gemeindebezirk, der Leopoldstadt, der "Mazzesinsel", wie sie spöttisch von den Wienern genannt wurde. Arbeitslosigkeit, Armut, "Ausgesteuert-Sein" waren - wie für die übrigen Österreicher - auch das Los der Juden.
Die schlechten äußeren Umstände stärkten das Ken. 1936 und 1937 für die shomerische Prüfung die besten Jahre. Die vielen Shomerim waren die größte Ermutigung des Wiener Kens. Viele "Gastshomerim" frequentierten das Ken auf der Durchreise.

Am Tag des Einmarsches Hitlers in Österreich fanden die Chaverim das Ken versiegelt. Sie waren ratlos. Auf den Straßen herrschte der braune Terror und er zeigte tausend Gesichter. Juden wurden aus ihren Häusern gezerrt und gezwungen, die Straßen zu reinigen. Auf den Geschäften wurden Schilder mit der Aufschrift "Kauft nicht bei Juden" angebracht.
Die Absicht der nationalsozialistischen Regierung gegenüber den Juden war bald klar: Zwang zur Auswanderung. Und vor den Konsulaten wurden die Menschenschlangen immer länger ...
Im August 1938 kam Adolf Eichmann nach Wien und wurde Chef der "Zentralstelle für jüdische Auswanderung". In weniger als 18 Monaten verließen ungefähr 150.000 Juden das Land.
Einige Wochen lang ruhten die Aktivitäten des Shomer fast vollständig. Die Nationalsozialisten stellten am 17. Mai 1938 mit dem "Gesetz über die Überleitung und Eingliederung von Vereinen und Verbänden" Haschomer Hatzair unter den "Zionistischen Jugendverband".
Haschomer Hatzair mietete ein neues und größeres Ken und eröffnete ein Büro im Gebäude des Palästinaamtes. Immer mehr Jugendliche schrieben sich ein. Alle, die sich an den Shomer um Hilfe wandten, wollten so schnell wie möglich auswandern.
Drei Hauptanliegen schenkte Haschomer Hatzair in jenen Tagen besondere Aufmerksamkeit: den erzieherischen Aktivitäten, den Vorbereitungsmachanot für Jugendliche vor der Auswanderung und der Vorbereitung der Bogerim.

Im März 1938 wurde der „Haschomer Hatzair“ von den Nationalsozialisten zunächst verboten, bereits im Mai aber wieder zugelassen. Solange die nationalsozialistische Politik gegenüber den österreichischen Juden noch auf Vertreibung und Entrechtung basierte, konnte eine gewisse Interessengemeinschaft zwischen Nationalsozialisten und Zionisten aufrechterhalten werden. Beide Seiten verfolgten das Ziel der Auswanderung möglichst vieler Juden nach Palästina. Die zionistischen Jugendbünde hatten dabei die Aufgabe der Betreuung, Ausbildung und Auswahl der in Frage kommenden Kinder und Jugendlichen. Mit Anlaufen des Vernichtungsprogramms der Nationalsozialisten wurden alle zionistischen Organisationen verboten und sämtliche in Wien verbliebenen Mitglieder, so auch die des „Haschomer Hatzair“, in die Vernichtungslager deportiert und umgebracht.
Die Situation in Österreich verschlechterte sich von Tag zu Tag, immer größere Anstrengungen mußten unternommen werden, um die Chaverim zu retten. So entschloß sich die Bewegung, die im Alijah-Alter befindlichen Chaverim zur Alijah-Vorbereitung ins Ausland zu schicken. Drei Länder stimmten zu, ihre Tore den Chaluzim (=Pionieren) zu öffnen, um ihnen zeitweiligen Schutz vor den Gefahren in Österreich zu geben: England, Dänemark und Holland.
In England wurden die meisten von Hachschara-Gruppen (=Vorbereitung, Berufsausbildung; landwirtschaftliche oder handwerkliche Ausbildung) aufgenommen. Die Shomerim aus Deutschland und Österreich gründeten später „Haschomer Hatzair“ in Großbritannien.
Die Absorption der Shomerim in Dänemark erfolgte individuell in kleinen Dörfern, wo sie bei Bauernfamilien arbeiteten. Viele verband ein herzliches Verhältnis mit der Gastfamilie, das auch nach der Alijah der Jugendlichen aufrecht erhalten wurde.
In Holland kamen die Shomerim in das große Vorbereitungsmachane "Werkdorf".
Von März 1938 bis November 1939 gelang es 300 Shomerim, Österreich zu verlassen: 200 Jugendliche emigrierten nach Eretz Israel, ebenso 40 Bogerim. 60 gingen auf Hachschara ins Ausland.


Neubeginn

Die Geschichte des „Haschomer Hatzair“ in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg begann mit dem Jahr 1949, als jüdische Flüchtlinge einen neue Organisation in Wien gründeten. Der „Haschomer Hatzair“ ist heute die einzige säkulare zionistische Jugendbewegung in Österreich.

Das Wiener Ken zeichnete sich in den Fünfzigerjahren durch die hohe Zahl der Chanichim aus. Gerade diesen Jugendlichen gelang es, das Ken zu vergrößern. Sie stürzten sich mit Begeisterung in die Arbeit und versuchten, durch immer neue Ideen das Zusammengehörigkeitsgefühl im Shomer zu stärken. 1952 wurde eine "Kommune" gegründet, die "Edat HaMmardanim" genannt wurde. Der gesamte Privatbesitz der Jugendlichen wurde gemeinsames Eigentum: Bücher, Fahrräder, Photoapparate, Sportgeräte, Markensammlungen, Taschengeld. Dadurch sollte das Ideal des Haschomer Hatzair erfüllt werden. Aus diesen Jugendlichen ging eine neue Generation hervorragender Madrichim (=Gruppenleiter) hervor, die das Ken und die Kwutzot (=Gruppen) erfolgreich leiteten.

In den Fünfzigerjahren gelang es auch der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde sich zu stabilisieren. Unmittelbar nach dem Krieg war die Gemeinde von jüdischen Kommunisten geführt worden, danach von Mitgliedern des "Jüdischen Bundes". Die politische und wirtschaftliche Situation in Österreich besserten sich zusehends. Ab 1953 stiegen die Geburtszahlen der Gemeinde und immer mehr Juden kehrten nach Wien zurück.

„Haschomer Hatzair“ hatte sich einen Ehrenplatz in der Wiener jüdischen Gesellschaft erobert. Er wurde für die kleine Gemeinde ein einflußreicher und gestaltender Faktor ersten Ranges. Durch das Ken Wien wurden auch dem nichtjüdischen Österreich israelische Kultur und israelische Problematik besser verständlich.
Die Bewegung schritt vorwärts: die Zahl der Chanichim, die nach Israel gingen, stieg.

Entnommen von: http://www.hashomerhazair.at.tf/



Von 1956-1972 gehörte der Hashomer Hatzair in Österreich(d.h. Wien) dem "Österreichischen Pfadfinderbund" als 2.Kolonne an.

Danach gab es enge Beziehungen zu den "Roten Falken".
 
  • Eintragsdaten

  • ID   4029
    Kategorie   Pfadfinder
    Gegründet   1916,Wiedergründung 1945
    Mitglieder   Keine Angabe
  • Kontaktadresse

  • HaShomer HaZair Österreich
    Desider-Friedmann-Platz 1
    1010 Wien - Österreich
    Tel.: (01) 533 74 99
 
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