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Forenübersicht » Pfadfinder - Forum » Allgemeine Pfadfinderthemen » Dr. Friedrich Wolf

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8 Beiträge in diesem Thema (offen) Seiten (1): (1)
Autor
Beitrag
Uta ist offline Uta  
Dr. Friedrich Wolf
206 Beiträge
Uta`s alternatives Ego
Hallo,

eigentlich wollte ich etwas ganz anderes beim Spurbuchverlag... doch dann sprang mir ein Name ins Auge: Dr. Friedrich Wolf. Nun ist das eher ein Allerweltsname, aber mit bündischem Hintergrund und Dr. dabei engt sich das Ganze schon ein. Daher wollte ich euch mal fragen, ob ihr mir vielleicht helfen könnt. Könnte dieser Dr. Friedrich Wolf:
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wolf
und hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wolf
identisch sein mit
Dr. Friedrich Wolf, offenbar mit bündischer Vorgeschichte, um 1948/49 in Kassel, Fahrtenname Ulfi ofer Ullu, war damals im Stamm Großer Jäger im entstehenden BDP.

Er erscheint im Großen Jäger nur wenige Male und war wohl eher ein Förderer im Hintergrund, der bald gar nicht mehr erwähnt wird.
Ich würde mich freuen, wenn sich der Fall klären ließe.
Horridoh!
Uta
Beitrag vom 12.02.2019 - 18:32
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schwarzkönig ist offline schwarzkönig  
RE: Dr. Friedrich Wolf
194 Beiträge
Dieser Friedrich Wolf hat durchaus für Bündische Relevanz, man liest es ja auch im Wikipediaartikel.
Er war Wandervogel und Meissnerfahrer von 1913.
Entsprechend förderte er die Ambitionen seiner berühmt gewordenen Söhne Konrad (dem späteren DEFA-Filmemacher) und Mischa (dem späteren Leiter der DDR-Auslandsspionage), als sie in dj.1.11 gingen.

Mit der Pfadfinderei im Allgemeinen und dem BDP bzw. einem Nachkriegsstamm in Westdeutschland hatten die Wolfs aber alle nichts am Hut, die Pfadfinderei waren weder mit den kommunistischen Ideen der Wolfs noch mit ihrer Sozialisation im Wandervogel bzw. der Jungenschaft zu vereinbaren.
Beitrag vom 08.03.2019 - 20:13
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Pitt ist offline Pitt  
RE: RE: Dr. Friedrich Wolf
290 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von schwarzkönig
Mit der Pfadfinderei im Allgemeinen und dem BDP bzw. einem Nachkriegsstamm in Westdeutschland hatten die Wolfs aber alle nichts am Hut, die Pfadfinderei waren weder mit den kommunistischen Ideen der Wolfs noch mit ihrer Sozialisation im Wandervogel bzw. der Jungenschaft zu vereinbaren.


Vermutlich hast Du im Bezug auf die "kommunistischen Ideen" recht. Die Bezeichnung "radikalisierte Ideologie" könnte auch passen.
Wobei eine Sozialisation im Wandervogel, der Jungenschaft oder der bündischen Jugend der Vorkriegszeit, für viele absolut kein Grund war, dem BDP ablehnend gegenüber zu stehen.
Am Aufbau des BDP waren nicht wenige Vertreter dieser jugendbewegten Spezien maßgeblich beteiligt.



Die gefährlichste aller Weltanschauungen
ist die Weltanschauung der Leute,
welche die Welt nie angeschaut haben.

http://www.pfadfinder-bruchhausen-vilsen.de/
Beitrag vom 09.03.2019 - 01:09
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schwarzkönig ist offline schwarzkönig  
RE: RE: RE: Dr. Friedrich Wolf
194 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von Pitt

Zitat
Original geschrieben von schwarzkönig
Mit der Pfadfinderei im Allgemeinen und dem BDP bzw. einem Nachkriegsstamm in Westdeutschland hatten die Wolfs aber alle nichts am Hut, die Pfadfinderei waren weder mit den kommunistischen Ideen der Wolfs noch mit ihrer Sozialisation im Wandervogel bzw. der Jungenschaft zu vereinbaren.


Vermutlich hast Du im Bezug auf die "kommunistischen Ideen" recht. Die Bezeichnung "radikalisierte Ideologie" könnte auch passen.
Wobei eine Sozialisation im Wandervogel, der Jungenschaft oder der bündischen Jugend der Vorkriegszeit, für viele absolut kein Grund war, dem BDP ablehnend gegenüber zu stehen.
Am Aufbau des BDP waren nicht wenige Vertreter dieser jugendbewegten Spezien maßgeblich beteiligt.



dj.1.11er im BDP? Wer denn zum Beispiel?
Beitrag vom 09.03.2019 - 05:51
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Pitt ist offline Pitt  
RE: RE: RE: RE: Dr. Friedrich Wolf
290 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von schwarzkönig
dj.1.11er im BDP? Wer denn zum Beispiel?



Der ehemalige dj.1.11er Hannes (vermutlich Johannes) Meyer aus Bremen war nach dem Krieg fördernd bei der Gründung von BDP Gruppen im Bremer Umland in Erscheinung getreten. Die Zahl der dj.1.11 Angehörigen war ja auch schon zu ihrer Blütezeit eher überschaubar, und klar definierte Zugehörigkeiten wohl eher schwierig. Tusk sprach ja selbst von einem Milieu, das die engen Grenzen der Bünde sprengen sollte. Er selbst war ja auch mal kurze Zeit im DPB zwinkern

Prominente Vertreter der bündischen Jugend im BDP waren Max Himmelheber vom Grauen Corps, Max Fenger aus der DF, Rudi Rogoll und Karl Mohri (beide NWV).
Einige Jugendbewegte betrachteten nach 1945 den BDP als Chance die nationale und ideologische Enge der Vorkriegsbünde zu überwinden. Dazu gehörte das Einbringen vieler Elemente. So auch jungenschaftliche Komponenten in Anlehnung an dj.1.11 und die Vorkriegs-Jungenschaften diverser Bünde. Ob das "Experiment" der Einheit durch Zusammenführung der vielfältigen Strömungen gelungen ist, darüber darf nun wahrlich gestritten werden.

Edit: In meiner Sammlung nachgeschaut und den Vornamen korrigiert.



Die gefährlichste aller Weltanschauungen
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welche die Welt nie angeschaut haben.

http://www.pfadfinder-bruchhausen-vilsen.de/


Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zuletzt von Pitt am 09.03.2019 - 12:02.
Beitrag vom 09.03.2019 - 09:26
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Uta ist offline Uta  
206 Beiträge
Uta`s alternatives Ego
Hallo Piitt und schwarzkönig,

vielen Dank für eure Antworte. Aber vergesst bitte nicht, dass die Zeit, um die es hier geht, noch die war, in der man eine Lizenz der Besatzer brauchte, um Jugendarbeit machen zu können. Daher waren viele Bündische (explizit für die dj.1.11 kann ich hier nicht sprechen) gerade in dieser Zeit im BDP, da sie so ohne Aufwand zu einer Lizenz kamen.
Übrigens war unter den Förderern des Großen Jägers, der ja im BDP war, auch der aus der dj.1.11 stammende Besitzer der Druckerei Neumeister, in der jahrzehntelang unsere Bundeszeitung gedruckt wurde. Die drei Neumeister-Söhne waren ebenfalls im Großen Jäger.

Es macht den Anschein, dass der Wikipedia-Dr. Friedrich Wolf zur fraglichen Zeit bereits in Berlin war. Aber es wäre, denke ich, nicht unbedingt völlig ausgeschlossen, dass es auch eine kurze Phase in Kassel gegeben haben könnte oder ein zweites Standbein dort. Nicht, weil ich mir das unbedingt wünsche, sondern weil ich einen möglichen Forschungsansatz nicht zu früh verwerfen will. Wenn ich mal wieder in unsere Uni-Bibliothek komme, will ich mal schauen, ob es alte Adressbücher oder andere geeignete Quellen gibt, um den Aufenthalt unseres Dr. Friedrich Wolf näher einzugrenzen.

Horridoh
Uta

PS: Ich habe gerade gesehen, dass ich oben versehentlich zwei Mal denselben Link angegeben habe. Das Büchlein vom Spurbuch-Verlag habe ich mir bestellt - es hilft leider auch nicht eindeutig weiter.


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zuletzt von Uta am 09.03.2019 - 14:22.
Beitrag vom 09.03.2019 - 13:40
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schwarzkönig ist offline schwarzkönig  
RE:
194 Beiträge
Ich denke nicht, daß dies etwas bringt.

Von seiner Wandervogel-Hintergrund vor dem ersten Weltkrieg einmal abgesehen hatte Friedrich Wolf selbst damals schon lange nichts mehr mit irgendwelchen jugendbewegten Angelegenheiten zu tun. Er wird eine Sympathie für die Jungenbünde und speziell für die eher links einzuordnende dj.1.11 gehabt haben. Aber das war es auch schon! Hiervon abgesehen war er bei Kriegsende schon 57 Jahre alt und seine letzten aktiven Erfahrungen im Wandervogel lagen Jahrzehnte zurück.

Und auch wenn man die autobiographischen Schriften seines Sohnes Mischa liest, wird klar, daß für ihn wie für seinen Bruder Konrad die Zeit in dj.1.11 nur ein kurzes Intermezzo war. Er beschreibt unter anderem, daß er kurz nach seiner Rückkehr nach Berlin einmal tusk begegnet sei (der ja bekanntlich erst 1948 nach Deutschland zurückgekehrt war) - und sich erst Jahrzehnte später bewußt wurde, daß eben dieser Eberhard Koebel-tusk identisch war mit dem Held seiner Jugend. Die Zeit in den Jungenbünden war weit, weit entfernt für ihn!

Nein, diese Familie Wolf hat garantiert nichts zu tun mit der Gründung irgendwelcher Pfadfinder in Westdeutschland!



Beitrag vom 09.03.2019 - 15:42
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Uta ist offline Uta  
206 Beiträge
Uta`s alternatives Ego
Hallo schwarzkönig,

nun ja, "unser" Dr. Friedrich Wolf hat eigentlich auch nichts mit der Gründung der Großen Jäger zu tun. Ich glaube sein Name erscheint genau zwei Mal in unseren Unterlagen, und nach diesen Erwähnungen hätte ich ihn gar nicht als Großen Jäger eingeordnet. Allerdings erscheint er in irgendwelchen Unterlagen des BDP ein einziges Mal als Teilnehmer eines Treffens mit der zugehörigkeit zum Stamm Großer Jäger. Danach verschwindet er - so um 1948 oder 1949 - und man hört nie wieder etwas. Es geht hier keinesfalls um eine Person, die sich in der Gründungsphase sehr aktiv für die Pfadfinder eingesetzt hat, sondern eher um einen Förderer aus dem Hintergrund, dessen Rolle ich aber noch nicht näher bestimmen kann. Der Große Jäger war damals übrigens, trotz seiner Mitgliedschaft im BDP, so bündisch, dass manche der Ehemaligen aus diesen Jahren zu mir gesagt haben, der Große Jäger habe do mit Baden-Powell nicht zu tun!

Meine wichtigste Frage wäre in diesem Zusammenhang, ob der andere Dr. Friedrich Wolf vielleicht einen Fahrtennamen hatte.

Horridoh!
Uta
Beitrag vom 09.03.2019 - 17:06
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