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Forenübersicht » Pfadfinder - Forum » Allgemeine Pfadfinderthemen » BMPPD vom RdP aufgenommen

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HathiCP ist online HathiCP  
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3453 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von Löffel
Beim Vergleich der Ringebünde VCP, BdP und DPSG gibt es alleine schon so viele Unterschiede und Eigenarten, dass ich mir eine gemeinsamen Bund nicht vorstellen möchte.



Ich mir auch nicht, genauso wenig wie wenn die CPD einfach so in den VCP fusioniert.
Ich denke mehr an einen Ring, ähnlich dem Sportbund, da spielen welche Handball und welche Fußball, da gibt es Leichtathlethen und Judokas und, und,und,…. , alle machen Sport und die Judokas sind auch nicht gezwungen einen Ball zu benützen.
Dennoch gibt es einen Verband der die Interessen gesellschaftlich vertritt, es gibt Ligas, so dass manche zusammen in der Bundesliga spielen und andere können in der Kreisklasse C mitmachen. Der Sport hat so ein gemeinsames Sprachrohr, eine Interessenvertretung….

Aber dass dies Vielen schon Zuviel wäre, ist mir auch klar und ich brauch es auch nicht mehr….ich bin nun in dem Alter, da bin ich mir selbst genug cool

Beitrag vom 10.10.2018 - 13:06
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Doktor Bär ist offline Doktor Bär  
121 Beiträge
Doktor Bär`s alternatives Ego
Man darf dabei nicht vergessen, dass Vereinheitlichung in Deutschland ein Geschmäckle nach Gleichschaltung hat.
Dafür wirkt die Erinnerung an zwei Diktaturen mit gleichgeschalteter Staatsjugend noch zu stark nach, als dass sich unabhängige Bünde in einen Einheitsverband zwängen liessen.

Dass die Politik diesbezüglich der grossen Weltverbände WOSM und WAGGGS für mich nicht so ganz mit den Idealen der Bewegung vereinbar ist, weil sie Gleichgesinnte aussperrt, ist eine andere Geschichte. Generell wird von Seiten der Weltbünde zu wenig auf nationale Besonderheiten eingegangen, das höre ich auch in Polen öfter. Gerade Deutschland und Polen sind da gewissermassen Extremfälle, da die Pfadfinderbewegung in diesen beiden Ländern (gibts sicher auch anderswo aber bei D und PL ist es mir bekannt und bewusst) auf bereits bestehende, ältere Traditionslinien der Jugendarbeit gestossen ist und sich mit diesen teilweise verbunden oder vermischt hat.

Was die Arbeit auf Stammes- und Gruppenebene angeht, nun ja, es täte gut, wenn man da mal ein wenig über den eigenen Tellerrand hinausschauen würde.

Im Übrigen gefält mir der gedanke mit dem Sprtbund als Vorbild, ich fürchte aber, dass man dann wieder ein Verbandslogo oder gar eine erbandskluft, irgendwelche Vereinheitlichungen, Reglungen etc. erdenkt und schon wars das mit der Einheit.

Fakt ist aber, dass die gesamte Jugendbewegung in Deutschland anders da stehen würde, wenn sie eine gemeinsame Lobbyarbeit betreiben würde. (Zum einen könnte so in Zukunft ein weiteres "kaputtparagraphieren" der Arbeit verhindert und zum Anderen eine gezielte, nicht primär auf Nachwuchsgewinnung ausgerichtete, sich in diesem bereich aber positiv auswirkende presse- und Öffentlichkeitsarbeit machen.)




Czuwaj!
Beitrag vom 11.10.2018 - 23:53
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HathiCP ist online HathiCP  
RE:
Moderator
3453 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von Doktor Bär

Man darf dabei nicht vergessen, dass Vereinheitlichung in Deutschland ein Geschmäckle nach Gleichschaltung hat.
Dafür wirkt die Erinnerung an zwei Diktaturen mit gleichgeschalteter Staatsjugend noch zu stark nach, als dass sich unabhängige Bünde in einen Einheitsverband zwängen liessen.




1.) Ist das stark hergeholt, da es keinerlei staatlichen Druck gibt einen "Einheitsverband" zu bilden und gehen würde das nur in eigener Bestimmung und vor eigener Verantwortung.
2.) Das mit dem Einheitsverband habe ich ja schon klar gestellt, dass es aufgrund der Pluralität in unserer Gesellschaft ich hier keine Möglichkeit und keine Gefahr sehen und ich auch niemanden kenne, der einen Einheitsverband im Sinne des Wortes anstrebt.




Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zuletzt von HathiCP am 12.10.2018 - 09:19.
Beitrag vom 12.10.2018 - 06:42
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Micha31535 ist offline Micha31535  
RE:
63 Beiträge
Micha31535`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von Doktor Bär

Man darf dabei nicht vergessen, dass Vereinheitlichung in Deutschland ein Geschmäckle nach Gleichschaltung hat.
Dafür wirkt die Erinnerung an zwei Diktaturen mit gleichgeschalteter Staatsjugend noch zu stark nach, als dass sich unabhängige Bünde in einen Einheitsverband zwängen liessen.


Sie sollen ja auch nicht in EINEN Einheitsverband aufgehen sondern es soll einen Dachverband "Ring deutscher Pfadfinder" (oder so Ähnlich) geben in dem ALLE Pfadfinder(-verbände) in Deutschland zusammen eine gemeinsame Sprachebene haben gegenüber WOSM und WAGGGS[

Zitat
Original geschrieben von Doktor Bär
Im Übrigen gefält mir der gedanke mit dem Sprtbund als Vorbild, ich fürchte aber, dass man dann wieder ein Verbandslogo oder gar eine erbandskluft, irgendwelche Vereinheitlichungen, Reglungen etc. erdenkt und schon wars das mit der Einheit.


Das wäre in meinen Augen das erklärte Ziel, dass wir endlich erreichen müssen!!! EINE einheitliche Kluft/Tracht für ALLE. Damit endlich diese Kleingartenmentalität "da liegt ein Blatt auf MEINEM Rasen - mit dem spreche ich kein Wort mehr" endlich aufhört. Das letzte Jamboree hat es deutlich gezeigt: vor der Ausgabe der Ringekluft gab es viele kleine Grüppchen, jeweils "Verbandsrein" und keiner sprach mit den Mitgliedren eines anderen Verbandes. Nachdem alle die Ringekluft an hatten gab es plötzlich in allen - sich neu bildenenden - Grüppchen Gespräche ala "Wo kommst du denn her? Ach du bist garnicht aus meinem Verband? Macht nichts, du bist trotzdem nett und wir machen jetzt was gemeinsam!" und es wurde nach den Regeln aller Pfadfinder auf der Welt als Brüder und Schwestern miteinander gehandelt und nicht als verbockte "Kleingärtner" (Entschuldigung bei den Kleingärtner, aber einer musste für das Beispiel ja den Kopf hinhalten ;-) )

Edit Albi: Zitate repariert


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von albi am 14.10.2018 - 11:53.
Beitrag vom 13.10.2018 - 20:57
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Löffel ist offline Löffel  
RE: RE:
3352 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von Micha31535

Das letzte Jamboree hat es deutlich gezeigt: vor der Ausgabe der Ringekluft gab es viele kleine Grüppchen, jeweils "Verbandsrein" und keiner sprach mit den Mitgliedren eines anderen Verbandes. Nachdem alle die Ringekluft an hatten gab es plötzlich in allen - sich neu bildenenden - Grüppchen Gespräche ala "Wo kommst du denn her? Ach du bist garnicht aus meinem Verband? Macht nichts, du bist trotzdem nett und wir machen jetzt was gemeinsam!"


Ist das wirklich so? Dann schweife ich mal ein wenig vom Thema ab: Ich habe bisher diese gemeinsame Kluft und das furchtbar hässliche Ringe-Halstuch abgelehnt und mir nicht vorstellen können, wofür das gut sein soll. Auch habe ich nicht verstanden, wenn man sich schon ins gleiche Kleid zwängt, nicht wenigstens das eigene Verbandszeichen tragen zu dürfen. Ich war bisher immer der Meinung, mit einer gemeinsamen Kluft verliert jeder Bund/Verband zu viel von der eigenen Identität.

Ich hätte mir aber auch nicht vorstellen können, dass in den Kontingenten untereinander "verbandsreine" Grüppchen mit anderen nichts zu tun haben wollten. In (m)einem Bezirk/Gau besteht ja auch keine wirkliche Homogenität unter den verschiedenen Stämmen und trotzdem macht man dort >gemeinsame Sache<. Aber die haben natürlich alle auch das gleiche Hemdchen an.

Es ist doch wirklich krass, wenn es einer gemeinsamen Kluft bedarf, damit Schwestern und Brüder im Geiste miteinander sprechen.



Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen (Marti)
Beitrag vom 19.10.2018 - 08:02
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Micha31535 ist offline Micha31535  
RE:
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Micha31535`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von Löffel

...Ich habe bisher diese gemeinsame Kluft und das furchtbar hässliche Ringe-Halstuch abgelehnt und mir nicht vorstellen können, wofür das gut sein soll. Auch habe ich nicht verstanden, wenn man sich schon ins gleiche Kleid zwängt, nicht wenigstens das eigene Verbandszeichen tragen zu dürfen. Ich war bisher immer der Meinung, mit einer gemeinsamen Kluft verliert jeder Bund/Verband zu viel von der eigenen Identität.


Warum muss ich auf biegen und brechen immer einen Keil zwischen die (deutsche) Einigkeit der Pfadfinder (-Verbände) treiben? Das beste Beispiel ist ein Antrag, der auf der letzten Bundesversammlung des VCP, sich dafür einzusetzen, die Ringekluft für alle Mitglieder der Ringe frei verkäuflich zu machen und damit dem Willen der Mitglieder Rechnung zu tragen, selber zu entscheiden ob sie die "typisch deutsche" Vereinsmeierei (bzw. -Abschottung) mittragen wollen oder ob das Mitglied sich dafür entscheiden möchte der von BiPi vorgelebten Einheit und Gleichheit aller Pfadfinder zu folgen, indem es eine deutschlandweit gleiche Kluft über alle (Vereins-/Verbands-) Grenzen hinweg anzieht.
Diese Anträge wurden von der Bundesleitung durch ihren Antrag ins Absurde geführt, indem jetzt die Ringekluft nur auf Ringveranstaltungen IM AUSLAND getragen werden darf.
Was ist eigentlich, wenn wir es in Deutschland endlich mal schaffen ein Lager mit "Organisator Ringe" mit Internationalen geladenen Teilnehmern veranstalten? Da es eine Ringeveranstaltung ist war es vor der BV den "nicht Bundesleitungmitgliedern" (soll ich es "Fußvolk" nennen?) selbstverständlich, dass dort die Ringekluft getragen wird. Nach der BV ist das nicht erlaubt, da das lager ja auf deutschem Boden stattfindet....

"Die Verbände verlieren ihre Identität"? Warum? Definiert sich das einfache Mitglied (und das dürfte die Mehrzahl der Mitglieder sein) nur über seine Kluft als Pfadfinder? Sind wir schon (wieder) so weit, dass eine Uniform nötig ist um seine Identität zu finden*? Pfadfinder sind eine internationale Bewegung, die überall nach den selben Grundsätzen der Einheit der Bewegung. "Alle Pfadfinder sind Brüder" (bzw. heute: "Geschwister"), war ein Grundsatz, den BiPi von Anfang an geprägt hat. Warum tun sich heute, nach 111 Jahren wieder einige (persönlicher Eindruck: gerade in den Bundesvorständen) so schwer, die Grundsätze die BiPi und mitgegeben hat zu leben?

( *)Sorry an alle für die scharfe Formulierung, aber einige verstehen leider nur sehr deutliche bzw. überspitzte Worte)

Zitat
Original geschrieben von LöffelIch hätte mir aber auch nicht vorstellen können, dass in den Kontingenten untereinander "verbandsreine" Grüppchen mit anderen nichts zu tun haben wollten. In (m)einem Bezirk/Gau besteht ja auch keine wirkliche Homogenität unter den verschiedenen Stämmen und trotzdem macht man dort >gemeinsame Sache<. Aber die haben natürlich alle auch das gleiche Hemdchen an.

Es ist doch wirklich krass, wenn es einer gemeinsamen Kluft bedarf, damit Schwestern und Brüder im Geiste miteinander sprechen.


Solange (von wem auch immer gefördert) der Tenor herrscht "alles ausser den Ringen sind keine Pfadfinder" und "wir sind wir und müssen uns "auf biegen und brechen" sogar von den uns etwas näher stehenden (den Ringemitgliedsverbänden) abgrenzen", solange werden wir in Deutschland den Pfadfindergedanken nicht zu 100% erfüllen können. Eine (freiwillig!) getragene einheitliche Kluft würde dem Zusammenhalt der deutschen Pfadfinder in meinen Augen ungemein fördern. "Lass die, die sind von einem anderen Verband, denn sie tragen eine andere Kluft!" würde dann zumindest bis zu der ersten persönlichen Kontaktaufnahme nicht vorkommen.
Ja, es ist mit bewusst, das das auch einen Nachteil geben kann. Wenn sich jemand in der Öffentlichkeit daneben benimmt, heisst es nicht mehr "die vom xxx-Verbnd" sondern "die (deutschen) Pfadfinder". Das Risiko würde ich persönlich in der Abwägung Nutzen <--> Risiko jedoch sehr gerne eingehen.

Auf Ortsebene klappt es häufig, da man die Mitglieder persönlich kennt, die Synergieeffekte erkennt und auch sehr schnell feststellt, dass die "tägliche" Arbeit (besonders gegenüber den Behörden -> Zuschüsse bzw. Haushaltseinstellungen für Jugendarbeit in den politischen Gremien) nur reibungslos klappt, wenn man als große Gruppe auftritt, je größer um so besser, denn "hups, das sind ja so viele potentielle Wähler bzw. deren Eltern, die können wir nicht ignorieren". Sobald man aber aus der näheren Umgebung herauskommt und keinen persönlich kennt, kommen bei vielen (aufgrund der "von oben verordneten Abgrenzung") immer wieder Hemmungen auf die andere Gruppe anzusprechen, da sie eine andere Kluft tragen. Sobald ein Gespräch begonnen wird, stellt fast jeder die Geneinsamkeiten fest und die Kluft ist völlig egal. Leider hat nicht jeder die Kraft und den Mut auf "die anderen" zuzugehen und so unterbleibt häufig der erste Schritt zur sehr schönen Gemeinsamkeit.
Auch international kommt es immer wieder vor, dass man gefragt wird "seid ihr auch echte Pfadfinder? Die, die wir kurzen getroffen haben, hatten aber eine andere Kluft und berichteten von "echten und nachgemachten Pfadfindern in Deutschland" (sinngemäßes Zitat).

... aber ich glaube, nachdem ich mir gerade nochmal den Faden-Titel durchglesen habe, wir schweifen sehr weit vom Ursprungsthema ab. Evtl. sollte man diese Fragendiskussion in einen neuen Faden abtrennen, denn mit der Aufnahme des BMPPD als Anschlussmitglied in die Ringe hat das zwar auch zu tun (es geht ja um die Ringe), aber eine einheitliche Kluft war meines Wissen nach nicht der Grund für den Antrag zur Aufnahme noch die Aufnahme in die Ringe seber...

P.S.: gegen eine (bei allen an der selben Stelle) Kennzeichnung der Verbandes spricht meiner Meinung nach ja nichts


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Micha31535 am 19.10.2018 - 10:47.
Beitrag vom 19.10.2018 - 10:44
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Doktor Bär ist offline Doktor Bär  
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Micha, du hast es schon richtig erkannt, aber eine gemeinsame Kluft wird kaum etwas zum Guten ändern und viel Knatsch mit sich bringen. Wer die Pfadfinderidee ernst nimmt, dem ist die Kluft/Tracht/Uniform (ich schreibe bewusst alle drei Begriffe) eigentlich ziemlich egal, dem wird sie nur als Erkennungszeichen dienen, dass man bei seinem Gegenüber ein gewisses Verständnis und eine gewisse Grundhaltung voraussetzen kann und dass, wer irgendwas Kluftiges trägt, ein potentieller Gesprächspartner und Mitstreiter ist. Die Abgrenzung muss in den Köpfen bekämpft werden, nicht an der Kleidung. Alles Andere würde die probleme nur kaschieren. Selbst wenn mit der einheitlichen Kleidung keine weiteren Auflagen verbunden wären (und dem ist bekanntlich nicht so, da zeigt sich auch in den Ringen die typisch deutsche Regulierungswut) wäre doch die Angst vor solchen, als Bevormundung empfundenen Massnahmen, unterschwellig vorhanden. Zudem wäre ein bischen Deregulierung zwar nicht der Einheitlichkeit, sehr wohl aber der Einheit zuträglich.
Dieser ganzen Entwicklung war auch die wirtschaftlich vorteilhafte enge verquickung von Kirchengemeinden und Stämmen sicher nicht zuträglich, da Animositäten zwischen den Konfessionen so in die Pfadfinderarbeit getragen wurden, wenn auch meist nicht bewusst (die an anderer Stelle von mir geschilderten Beispiele ungesund übertriebener Einflussnahme lasse ich jetzt bewusst aussen vor)
Ausgehend von der Grundsituation, dass man "dem Deutschen" seine Vereinsmeierei, sein Gartenzaundenken und seine Gruppenbdynamik (nach innen kollektiv, nach aussen individuell, BP hat es sich genau umgekehrt vorgestellt) und seinen Hang zu Regulierung und gleichzeitiger Bevormundungsablehnung nicht ausgetrieben bekommt, muss man mit diesen Eigenarten akzeptieren und stattdessen an den Punkten arbeiten, an denen man Erfolge erzielen kann.

Von dem Nachteil einer einheitlichen Kluft/Tracht/wasauchimmer, dass diese dann auch von Gruppen und Personen, die nicht der Pfadfinderidee folgen, getragen und eben auch missbraucht werden könnte, mal ganz abgesehen.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass es in Deutschland nahezu keinen Bund/Verband gibt, der die Ideen und Ideale von BP sauber umsetzt, es haben alle mehr oder weniger bündischen Einfluss. Dieser ist von Verband zu Verband, ja sogar innerhalb der Verbände unterschiedlich stark ausgeprägt und führt daher zwangsweise zu gewissen Unterschieden, Inkompatibilitäten und Eigenarten, die man eben nicht unter eine Glocke bekommt.

Vielleicht liegt es ja daran, dass ich als letzter Rest eines nahezu untergegangenen Bundes in Deutschlanbd praktisch Einzelkind bin und als solches gar kein Stammesgeklüngel betreiben kann, vielleicht bin ich was das angeht auch zu idealistisch.

Meine Idee wäre, statt die Ringe auf alle auszudehnen, diese entweder ganz aufzulösen oder zu lockeren Zusammenschlüssen umzuwandeln und an die Stelle eines Dachverbandes mit Regeln, Beschlüssen, Abzeichen und Gremien ein "Verbändeparlament", das die Meinung und Stimmung zu bestimmten Themen eruiert, das gemeinsame Fragen bespricht, das gemeinsame Aktionen organisiert und das so für die gesamte teilnehmende Jugendbewegung sprechen kann, ohne dass in die Individualität oder "Souveränität" einzelner Gruppen eingegriffen wird. Das funktioniert auf lokaler, regionaler und auf Bundesebene, ohne dass es dazu einen Dachverband mit weiteren organisationsstrukturen etc. gibt, es wäre nur eine Geschäftsordnung nötig, die sich allein auf die Sitzungen bezieht. Ganz nebenbei würde das nicht nur das Politik- und Demokratieverständnis stärken sondern auch zur (re)etablierung einer gesunden und fruchtbaren Diskussionskultur abseits der eingefahrenen Stukturen beitragen.




Czuwaj!
Beitrag vom 25.10.2018 - 06:32
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Löffel ist offline Löffel  
RE: RE:
3352 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von Micha31535


Warum muss ich auf biegen und brechen immer einen Keil zwischen die (deutsche) Einigkeit der Pfadfinder (-Verbände) treiben?


Die gibt es (noch) nicht, also kann man nirgendwo einen Keil reintreiben.
Primär ist doch die Frage, ob das mehrheitlich gewünscht ist oder nicht.

Zitat
"Die Verbände verlieren ihre Identität"? Warum? Definiert sich das einfache Mitglied (und das dürfte die Mehrzahl der Mitglieder sein) nur über seine Kluft als Pfadfinder? Sind wir schon (wieder) so weit, dass eine Uniform nötig ist um seine Identität zu finden*? Pfadfinder sind eine internationale Bewegung, die überall nach den selben Grundsätzen der Einheit der Bewegung. "Alle Pfadfinder sind Brüder" (bzw. heute: "Geschwister"), war ein Grundsatz, den BiPi von Anfang an geprägt hat. Warum tun sich heute, nach 111 Jahren wieder einige (persönlicher Eindruck: gerade in den Bundesvorständen) so schwer, die Grundsätze die BiPi und mitgegeben hat zu leben?


Natürlich haben die Bünde/Verbände ihre eigenen Identität und die wird auf unterschiedliche Art und Weise erlebt und gelebt. Gemeinsame Insignien wie Kluft, Halstücher und Abzeichen sind ein wichtiger Bestandteil davon. Auf Weltverbandsebene gibt es ja auch keine Einheitskluft, also würden nach deiner Diktion die einzelnen Länder und Nationen ja auch gegen BiPis Grundsätze verstoßen lachend



Zitat
Solange (von wem auch immer gefördert) der Tenor herrscht "alles ausser den Ringen sind keine Pfadfinder" und "wir sind wir und müssen uns "auf biegen und brechen" sogar von den uns etwas näher stehenden (den Ringemitgliedsverbänden) abgrenzen", solange werden wir in Deutschland den Pfadfindergedanken nicht zu 100% erfüllen können.

Das ist Polemik und nicht wirklich nachzuvollziehen. Es gibt keine öffentlichen Verlautbarungen, die diese Haltung zum Ausdruck bringen.

Zitat

Eine (freiwillig!) getragene einheitliche Kluft würde dem Zusammenhalt der deutschen Pfadfinder in meinen Augen ungemein fördern. "Lass die, die sind von einem anderen Verband, denn sie tragen eine andere Kluft!" würde dann zumindest bis zu der ersten persönlichen Kontaktaufnahme nicht vorkommen.


Wie soll denn dein "Freiwillig" aussehen? In einer Gruppe oder in einem Stamm werden unterschiedliche Kluften, Halstücher und Abzeichen getragen? Oder gibt es eine Konformität in einer Ebene (Sippe, Stamm, Gau/Bezirk, Land..).


Zitat
Auf Ortsebene klappt es häufig, da man die Mitglieder persönlich kennt, die Synergieeffekte erkennt und auch sehr schnell feststellt, dass die "tägliche" Arbeit (besonders gegenüber den Behörden -> Zuschüsse bzw. Haushaltseinstellungen für Jugendarbeit in den politischen Gremien) nur reibungslos klappt, wenn man als große Gruppe auftritt, je größer um so besser, denn "hups, das sind ja so viele potentielle Wähler bzw. deren Eltern, die können wir nicht ignorieren".


DAS glaubst du wirklich? Ich finde, damit überschätzt du die Bedeutung der Pfadfinderarbeit für die Gesellschaft.

Sobald man aber aus der näheren Umgebung herauskommt und keinen persönlich kennt, kommen bei vielen (aufgrund der "von oben verordneten Abgrenzung") immer wieder Hemmungen auf die andere Gruppe anzusprechen, da sie eine andere Kluft tragen. Sobald ein Gespräch begonnen wird, stellt fast jeder die Geneinsamkeiten fest und die Kluft ist völlig egal. Leider hat nicht jeder die Kraft und den Mut auf "die anderen" zuzugehen und so unterbleibt häufig der erste Schritt zur sehr schönen Gemeinsamkeit.
Auch international kommt es immer wieder vor, dass man gefragt wird "seid ihr auch echte Pfadfinder? Die, die wir kurzen getroffen haben, hatten aber eine andere Kluft und berichteten von "echten und nachgemachten Pfadfindern in Deutschland" (sinngemäßes Zitat).


Zitat
P.S.: gegen eine (bei allen an der selben Stelle) Kennzeichnung der Verbandes spricht meiner Meinung nach ja nichts

Und ich ch würde das als Minimum verlangen.




Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen (Marti)
Beitrag vom 05.11.2018 - 10:33
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Löffel ist offline Löffel  
RE:
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Original geschrieben von Doktor Bär

Die Abgrenzung muss in den Köpfen bekämpft werden, nicht an der Kleidung. Alles Andere würde die probleme nur kaschieren. Selbst wenn mit der einheitlichen Kleidung keine weiteren Auflagen verbunden wären (und dem ist bekanntlich nicht so, da zeigt sich auch in den Ringen die typisch deutsche Regulierungswut) wäre doch die Angst vor solchen, als Bevormundung empfundenen Massnahmen, unterschwellig vorhanden. Zudem wäre ein bischen Deregulierung zwar nicht der Einheitlichkeit, sehr wohl aber der Einheit zuträglich.


Warum dann nicht eher einen einheitlichen Pfadfinderverband gründen um die Einheit auch wirklich begründet darzustellen?





Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen (Marti)
Beitrag vom 05.11.2018 - 10:35
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RE: RE:
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Original geschrieben von Löffel
Warum dann nicht eher einen einheitlichen Pfadfinderverband gründen um die Einheit auch wirklich begründet darzustellen?



Da du deinen Satz mit einem "?" beendest, siehst du das auch irgendwie als fragwürdig an, oder?
Ich glaube Visionen kann man haben, aber reine Phantasien können erst mit sehr sehr, sehr viel Zeit und vielen kleinen Schritten eventuell Realität werden, wenn man das denn will.....
Allerdings bin ich mir auch sicher, dass sich der eine oder andere Verband hier schon im Vorfeld ausklinken würde.....der EINE Verband gibt es eigentlich in keinem westlichen Land der Erde mehr, ich hätte sogar fast das Wort "westlich" weg gelassen...
Beitrag vom 05.11.2018 - 12:18
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RE: RE: RE:
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Original geschrieben von HathiCP
Da du deinen Satz mit einem "?" beendest, siehst du das auch irgendwie als fragwürdig an, oder?

Naja, vorstellen kann ich mir das nicht, zumal ich auch keinen Mehrwert erkenne. Nur wenn es schon ums Gleichmachen geht, dann doch bitte richtig.



Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen (Marti)
Beitrag vom 08.11.2018 - 11:30
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RE: RE: RE: RE:
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Naja, vorstellen kann ich mir das nicht, zumal ich auch keinen Mehrwert erkenne.



Ach ja, die Welt wurde schon immer von Leuten die sich was nicht vorstellen können und echten Bedenkenträgern in ihrer Entwicklung weiter gebracht....


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von HathiCP am 08.11.2018 - 14:31.
Beitrag vom 08.11.2018 - 14:31
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RE: RE: RE: RE: RE:
3352 Beiträge
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Original geschrieben von HathiCP
Ach ja, die Welt wurde schon immer von Leuten die sich was nicht vorstellen können und echten Bedenkenträgern in ihrer Entwicklung weiter gebracht....


Genau, deshalb habe ich z.B. in meinem bescheidenen Wirkungskreis so wenig für die Zusammenarbeit von CPD und VCP getan bäh



Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen (Marti)
Beitrag vom 15.11.2018 - 08:30
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Doktor Bär ist offline Doktor Bär  
RE: RE:
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Original geschrieben von Löffel

Warum dann nicht eher einen einheitlichen Pfadfinderverband gründen um die Einheit auch wirklich begründet darzustellen?




Weil ein einheitlicher verband schon im Vorfeld an Themen wie "Wir machen nur mit, wenn man uns nicht vorschreibt, unsere Hemden zuzuknöpfen!" und ähnlichgen schwerwiegenden Marginalitäten scheitern wird.

Wie ich bereits sagte, wird eine "Einheit" in Deutschland nur überr eine gemeinsame, freiwillige Vertretung in einem Aussengremium, nicht aber in einem Dachverband der Verbände oder gar einen einheitlichen Nationalverband funktionieren.




Czuwaj!
Beitrag vom 18.11.2018 - 20:26
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Micha31535 ist offline Micha31535  
RE: RE: RE:
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Micha31535`s alternatives Ego
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Original geschrieben von Doktor Bär

...

Wie ich bereits sagte, wird eine "Einheit" in Deutschland nur überr eine gemeinsame, freiwillige Vertretung in einem Aussengremium, nicht aber in einem Dachverband der Verbände oder gar einen einheitlichen Nationalverband funktionieren.


... und darum müssen, als ersten Schritt, die rdp endlich das werden, was sie sein sollten: ein Ring ALLER deutschen Pfadfinder(-verbände). Kein Dachverband sondern die gemeinsame Vertretung aller statt ein elitärer Kreis.
Beitrag vom 19.11.2018 - 05:38
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