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Das war das ÜT2017
12.10.2017 - 12:00

Vom 28.9. bis 3.10.2017 fand das Überbündische Treffen, kurz ÜT2017, auf dem Allenspacher Hof in Böttingen statt. Die Südbünde des Meißnerlagers 2013 wollten nicht 25 Jahre bis zum nächsten großen, überbündischen Lager warten und so wurde die Idee geboren, erstmals seit 1977 wieder ein "Überbündisches Treffen" auszurichten.


Blick über das Lager


Es folgte eine jahrelange intensive Vorbereitung, in der der ÜT-Verein gegründet, ein immer größerer Kreis von Unterstützern gefunden und intensiv Werbung für das Lager gemacht wurde. Viele wurden so bereits weit im Voraus mit den Postkarten oder Visitenkarten mit den Motiven des Lagers (Kuh, Spatz, Schwein und Mulis - passend zu bekannten Liedern von Singerunden) auf das ÜT aufmerksam gemacht. Ein weiterer Meilenstein war die erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne, über die die finanziellen Mittel des Lagers aufgestockt wurden, so dass auch Projekte wie Komposttoiletten umsetzbar wurden. Nachhaltigkeit sollte ein wesentlicher Teil des Lagers sein, was sich auch in der Lebensmittelversorgung über den zentralen ÜT-Marktplatz widerspiegelte, auf dem saisonale, regionale Lebensmittel mit wenig Verpackung erworben werden konnten.


Die Weltfahrtjurte mit dem PT-Stand


Dem eigentlichen Lager gingen noch einmal wochenlange Vorbereitungen voraus. Auf dem Allenspacher Hof musste die Infrastruktur installiert werden, und der Bau zentraler Bauten stand an, wozu etwa der Lagerturm, der Fahnenmast oder zuletzt die Pinten zählten. Insgesamt vier Pinten standen auf dem Lager bereit: Die Nordpinte, das musische Zentrum des Zugvogels, die Gesellenpinte der Wandergesellen, die sich mit großem Einsatz am Lager beteiligten, und zuletzt das Zentrum "Rausch und Genuss". Bei letzterem handelte es sich wohlgemerkt um eine alkoholfreie Pinte, in der es neben alkoholfreien Bieren Saftschorlen, Limonaden und eigene Sirupkreationen gab. Bemerkenswert ist dabei, dass sich gerade in dieser Pinte an den Abenden besonders stimmungsvolle Singerunden entwickelten.


Singerunde im "Zentrum Rausch und Genuss"


Das Programm des Lagers sollte von den teilnehmenden Bünden selbst gestaltet werden. So sollte sich jede Gruppe mit einem für sie typischen Programm präsentieren, das wiederholt an mehreren Tagen angeboten werden sollte. Hieraus ergab sich ein sehr vielfältiges Programm. Hinzu kam das seitens des ÜT in fünf Dächer gegliederte Programm. Hier war für jeden Teilnehmer etwas dabei - ob der Workshop zu Gitarrenspiel oder die offene Bühne im "Musischen" Dach, ob Vorträge zu exotischen Fahrten und Fotoausstellungen in der Weltfahrtjurte des Dachs "Fahrt und Lager", ob Workshops zu Stricken oder veganem Kochen in der Selbstversorgerjurte des Dachs "Zukunft und Gesellschaft", ob der ÜT-Gottesdienst des Dachs "Spirituelles", ob Lederarbeiten oder Schmieden im dach "Handwerk" - hier blieben keine Wünsche offen. Um alle Programmpunkte mit zu nehmen, hätte es wohl mindestens die dreifache Dauer des Lagers gebraucht. So blieb die Qual der Wahl.


Der ÜT-Singewettstreit des musischen Daches


Der Pfadfindertreffpunkt präsentierte sich an der Weltfahrtjurte. Hier gab es zum einen Infos zu unserem Fahrten-Wiki , in dem sich Steckbriefe zu Fahrtengebiete in aller Welt finden, so dass Tipps und Inspirationen für die nächsten Fahrten gefunden werden können. An einer Fotowand konnten sich die Besucher mit den ÜT-Tieren (Kuh, Spatz, Schwein oder Mulis) fotografieren lassen, und so Grüße vom ÜT verschicken oder ihren neuen Avatar gestalten. Um auch die nächsten heißen Diskussionen im PT ertragen zu können, gab es zudem einen Workshop zum Bau von Popcorn-Maschinen. Das erste Popcorn wurde gleich vor Ort zubereitet und gekostet. Zu guter Letzt durfte auch das Feedback und die Ideensammlung zur Zukunft des PT nicht fehlen. Mit einer Feedbackwand, einer Umfrage und einigen intensiven, persönlichen Gesprächen konnten wir viele Rückmeldungen, Ideen und Wünsche sammeln, die uns bei der Weiterentwicklung des PT helfen werden.


PT-Popcorn vorher...


...und nachher


Am 3.10. war das Überbündische Treffen dann auch schon vorbei, und die mehr als 2000 Teilnehmer machten sich auf den Rückweg. Glück hatten diejenigen, die es nicht so eilig hatten, denn der Regen des Vormittags wich im Tagesverlauf der Sonne die die noch aufgebauten Zelte schnell trocknen sollte. Ein kleines Team blieb noch vor Ort, denn der Abbau der Lagerinfrastruktur sollte noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Insgesamt war das ÜT ein großartiges Lager mit einem vielfältigen Programm. Gerüchte besagen, dass ein Bund im Jahr 2022 das nächste ÜT ausrichten möchte - warten wir es ab. Ein Dank gilt dem ÜT-Verein, allen Helfern, Crowdfundern, Unterstützern aus den Bünden wie auch aus der Gemeinde Böttingen.


kpf_stefan


gedruckt am 14.12.2017 - 01:28
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